do-release-upgrade nach verlorener Verbindung fortsetzen (Ubuntu Server)

Ich habe kürzlich per Fernwartung das Distributionsupdate meines Servers mit do-release-upgrade durchführen wollen. Leider verlor ich natürlich die Netzwerkverbindung und war so aus dem Updatefenster rausgeworfen worden. Beim betrachten der aktiven Prozesse konnte ich jedoch sehen, dass es sehr wohl noch Updateprozesse und den Screen gab. Um den laufenden Screen wieder zu aktivieren, benutzte ich dann folgenden Befehl:

screen -DR

Ubuntu: Module vor Suspend entladen

Es gab nach dem Suspend meines Samsung N210 ein paar Probleme mit dem W-LAN. Beheben konnte ich das Problem, wenn ich nach dem aufwecken das W-LAN Modul entladen und dann neu geladen habe. Um mir diese lästige Aufgabe nach dem aufwecken zu sparen, wollte ich das Ganze automatisieren. Dafür habe ich folgenden Ansatz verwendet:

Die Datei /etc/pm/config.d/00sleep_module anlegen:

~$ sudo vim /etc/pm/config.d/00sleep_module

Bei mir machte das Modul r8192e_pci Probleme, daher habe ich folgendes in die Datei eingetragen:

SUSPEND_MODULES="$SUSPEND_MODULES r8192e_pci"

Dann muss man die Datei noch ausführbar machen:

sudo chmod +x /etc/pm/config.d/00sleep_module

Die Konfigurationsdatei gehört zu den pm-utils. Alle Module in der definierten Liste werden vor dem Suspend entladen und nach dem aufwecken wieder geladen. Das sollte die Probleme größtenteils Lösen.

Sound Probleme in Skype unter Kubuntu beheben

Ich hatte kürzlich ein paar Probleme mit dem Sound in Skype unter Kubuntu. Um die Probleme zu beheben musste ich in der Datei /etc/pulse/default.pa den Eintrag:

load-module module-udev-detect

folgendermaßen abändern:

load-module module-udev-detect tsched=0

Probleme mit Hintergrundbeleuchtung des Samsung N210 unter Xubuntu 11.04 nach Boot

Seit längerem hatte ich schon ein Problem mit der Hintergrundbeleuchtung meines Samsung N210 unter Xubuntu. Das Problem äußerte sich dadurch, dass sich das Backlight direkt nach dem hochfahren nicht einstellen ließ. Beheben konnte ich das Problem jedoch durch einen Neustart der grafischen Oberfläche. Das wird auf dauer jedoch etwas nervig. Daher habe ich mich heute einmal daran gemacht eine Lösung für das Problem zu finden.

Da das Problem nicht immer auftrat, habe ich schon länger vermutet, dass es etwas mit dem Ladezeitpunkt des Linux on my Samsung Treibers samsung-backlight zu tun hat. Es scheint so als ob der Treiber vor der grafischen Oberfläche geladen werden muss, um die Funktion der Hintergrundbeleuchtung zu gewährleisten. Weil ein einfaches manuelles Laden durch die rc.local nicht funktionierte, habe ich mich mit den Upstartskripten beschäftigt.

Zunächst musste ich das automatische Laden des Treibers unterbinden. Zunächst also einen Eintrag am Ende der /etc/modprobe.d/blacklist.conf:

# Samsung Backlight Blacklist
# Manually loaded in /etc/init/modprobe-samsung-backlight.conf
blacklist samsung-backlight

Als nächstes muss ein Upstartskript her, welches das Laden des Treibers übernimmt. Dieses habe ich unter /etc/init/modprobe-samsung-backlight.conf gespeichert:

# Startup script loading samsung-backlight on runlevel 2
description "Loading samsung-backlight on runlevel 2"

start on runlevel 2

exec /sbin/modprobe samsung-backlight

Das Skript versucht den samsung-backlight Treiber im Runlevel 2 zu laden. Das einzige was nun noch zu tun war, war das starten der grafischen Oberfläche so lange zu verzögern, bis dieses Upstartskript geladen ist. Dafür musste ich in die Startbedingung des GDM Upstartskript (/etc/init/gdm.conf) eingreifen:

# Added last condition to ensure that samsung backlight is loaded before
# GDM is started
start on (filesystem
          and started dbus
          and (drm-device-added card0 PRIMARY_DEVICE_FOR_DISPLAY=1
               or stopped udev-fallback-graphics)
          and stopped modprobe-samsung-backlight)

Die hinzugefügte Bedingung sollte die grafische Oberfläche erst starten, wenn das samsung-backlight Skript ausgeführt worden ist. Für andere Derivate von Ubuntu muss vermutlich ein ähnliches Skript angepasst werden (Bsp.: /etc/init/kdm.conf).

Bisher scheint der Workaround zu funktionieren. Eventuell wird noch ein sleep am Ende der modprobe-samsung-backlight.conf nötig sein.

Ruhezustand unter Ubuntu 10.10 mit Samsung Netbook N210

Vor einiger Zeit hatte ich in diesem Post eine Lösung für ein Problem mit der Hintergrundbeleuchtung unter Ubuntu 10.10 auf meinem Netbook Samsung N210 beschrieben. Ich wollte heute noch einmal überprüfen, ob es etwas neues zu diesem Thema gibt. Eine endgültige Lösung in Form eines Patches scheint es noch nicht zu geben, jedoch fand ich weitere hilfreiche Tipps.

Auch wenn der alte Ansatz mein Problem mit der Hintergrundbeleuchtung löste, hatte ich schon seit geraumer Zeit Probleme damit mein Netbook in den Ruhezustand zu versetzen. Die neusten Tipps in dem entsprechenden Beitrag auf Linux on my Samsung behandelten nun ein ähnliches Problem und ich wollte dem ganzen eine Chance geben. Nach der Umsetzung der Tipps, kann ich mein Netbook nun ohne Bedenken in den Ruhezustand versetzen und so gehts:

Zunächst muss man in der Datei /etc/default/grub einen weiteren Kernelparameter hinzufügen. Die entsprechende Zeile sollte danach so aussehen:

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash acpi_backlight=vendor intel_idle.max_cstate=0"

Danach wie üblich grub und das initramfs aktualisieren:

sudo update-grub
sudo update-initramfs -u

Als nächstes wurde geraten das Modul samsung-backlight erst gegen ende des Bootvorgangs zu laden. Dazu muss man das Laden zunächst durch einen Eintrag in der Datei /etc/modprobe.d/blacklist.conf verhindern:

blacklist samsung-backlight

Als nächstes fügt man folgende Zeile in die Datei /etc/rc.local vor der Zeile exit 0 ein, um das Modul gegen Ende des Bootvorgangs zu laden:

modprobe samsung-backlight

Spätestens nach einem Neustart sollte sowohl die Hintergrundbeleuchtung als auch der Ruhezustand funktionieren. Ich habe nicht weiter getestet, ob wirklich alle Tipps nötig sind, jedoch könne sie nicht wirklich Schaden. Zumindest ein paar davon scheinen ja zum gewünschten Erfolg zu führen 🙂

Hintergrundbeleuchtung in Ubuntu 10.10 auf Samsung Netbook N210

Mein Samsung N210 war noch nie das unproblematischste Gerät, um es mit Linux zu verwenden. Nach einer frischen Ubuntu Installation ist meist noch etwas Handarbeit gefragt um alle Funktionen ans laufen zu bekommen. Die meisten hängen mit den Funktionstasten zusammen, so auch das Steuern der Hintergrundbeleuchtung.

Abhilfe schaffte bisher das PPA von Linux On My Samsung. Seit dem Kernelupdate 2.6.35-24 funktionierte nun leider die Steuerung der Hintergrundbeleuchtung nicht mehr. Laut dem Thread im Linux On My Samsung Forum, hängt das Problem mit dem ACPI Treiber zusammen, welcher plötzlich Ansprüche auf die Kontrolle der Hintergrundbeleuchtung stellt.

Die vorläufige Lösung scheint es zu sein, acpi_backlight=vendor als neuen Kernelparameter beim booten zu übergeben. Um dies standardmäßig zu machen, genügt es den Parameter in der Datei /etc/default/grub an die entsprechende Zeile anzuhängen:

GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="quiet splash acpi_backlight=vendor"

Danach konnte ich die Funktionstasten für die Hintergrundbeleuchtung wieder verwenden. Allerdings scheint dies bisher nur eine eher mäßige Lösung zu sein. Es kann unter anderem Vorkommen, dass der Bildschirm anfängt zu flackern (schneller Wechsel zwischen verschiedenen Helligkeitsstufen), wenn er automatisch durch Stromsparfunktionen gedimmt wird. Hoffen wir mal, dass es bald eine ordentliche Lösung für dieses Problem gibt 😉

Farben für ls und grep auf der Kommandozeile

Mir ist heute noch aufgefallen, dass auf meinem Netbook Programme wie ls und grep keine Farben mehr bei der Ausgabe in der Kommandozeile benutzten. Da ich diese Eigenschaft allerdings als recht nützlich ansehe, um sich schneller einen guten Überblick über die Ausgabe verschaffen zu können, wollte ich darauf nicht verzichten. Für die Farbausgabe ist die Option –color der Programme zuständig. Normalerweise sorgt ein Codeblock in der ~/.bashrc oder /etc/bash.bashrc dafür, dass entsprechende Aliases gesetzt werden. Dieser Codeblock fehlte bei mir jedoch, was vermutlich wieder mit dem Netbook Remix zusammen hängt.

Um die Farbausgabe zu aktivieren habe ich einfach den folgenden Codeblock von der ~/.bashrc meines Desktops in die entsprechende Datei meines Netbooks kopiert:

# enable color support of ls and also add handy aliases
if [ -x /usr/bin/dircolors ]; then
  test -r ~/.dircolors && eval "$(dircolors -b ~/.dircolors)" || eval "$(dircolors -b)"
  alias ls='ls --color=auto'
  #alias dir='dir --color=auto'
  #alias vdir='vdir --color=auto'
  alias grep='grep --color=auto'
  alias fgrep='fgrep --color=auto'
  alias egrep='egrep --color=auto'
fi

# some more ls aliases
alias ll='ls -alF'
alias la='ls -A'
alias l='ls -CF'

Neben der Aktivierung der Farben werden hierdurch auch noch drei nützliche Aliases für ls erstellt, welche oft gebrauchte Optionen als kurze Kommandos definieren. Für mich reichen die Standardwerte der Farbausgabe. Wenn man jedoch selber Farben definieren möchte, sollte man sich den Artikel zu dircolors ansehen.

Bash-Completion bei Ubuntu Netbook Remix

Durch ein paar Experimente mit KDE war auf meinem Netbook mal wieder eine Neuinstallations fällig. Da ich den Netbook Remix schon länger nicht mehr getestet hatte, habe ich ihn mal wieder ausprobiert. Nach ein paar frustrierenden Tagen bin ich nun jedoch wieder auf den Standard Gnome Desktop umgestiegen. Dummerweise scheint im Netbook Remix jedoch nicht die komplette Bash-Completion aktiviert zu sein. Nach kurzem Suchen habe ich die Lösung im Ubuntuusers Wiki gefunden. Einfach in /etc/bash.bashrc oder ~/.bashrc den Folgenden Codeblock auskommentieren bzw. hinzufügen:

if [ -f /etc/bash_completion ]; then
    . /etc/bash_completion
fi

Danach funktioniert die Bash-Completion auch wieder für Optionen und ähnliches.

Per Email über Updates informiert werden (Ubuntu Server)

Als Serveradministrator sollte man immer dafür sorgen, dass die auf einem Server installierten Pakete aktuell sind. Einerseits könnten neue Versionen einige nützliche Features enthalten und Andererseits, was noch viel wichtiger ist, Sicherheitslücken schließen. Bisher hatte ich auf meinem Server einfach die automatischen Sicherheitsupdates von Ubuntu aktiviert. Auch wenn der Server dadurch aktuell gehalten wurde, war ein Nachteil, dass ich meistens gar nicht bemerkt habe, wenn ein Update installiert wurde. Daher dachte ich mir, dass es keine schlechte Idee wäre, wenn mein Server mich automatisch über durchgeführte und ausstehende Updates informiert.

Nach einer kurzen Suche stieß ich auf apticron und eine Funktion der automatischen Updates. Damit die beiden Dienste Informationen über ausstehende sowie durchgeführte Updates per Email verschicken, muss zunächst ein Mail Transfer Agent (MTA) installiert und konfiguriert sein. Ich entschied mich dafür Postfix als Sattelite System zu verwenden. Im Grunde beutet dies, dass Postfix den SMTP Dienst eines anderen Servers zum versenden der Emails verwendet.

Grundlegende Informationen zur Installation unter Ubuntu kann man im entsprechenden Beitrag auf Ubuntuusers.de finden. Der Postfix Konfigurationsassistent ist im Grunde selbst erklärend. Da ich für das Versenden der Mails meinen GMail Account verwenden wollte, musste ich noch die Abschnitte Authentifizierung am Smarthost und Gmail. Durchführen. Danach funktionierte der Test und ich konnte Emails über meinen Server versenden.

Der nächste Schritt ist apticron zu konfigurieren. Hierzu kann man entweder das Konfigurationstool dpkg-reconfigure apticron verwenden oder aber direkt die Konfigurationsdatei /etc/apticron/apticron.conf bearbeiten. Für meine Installation reichte es bereits, dass ich in der Konfigurationsdatei den Wert der EMAIL Variablen änderte:

EMAIL="foo@bar.org"

Nachdem apticron konfiguriert ist, wird man per Email informiert, wenn es ein ausstehendes Update gibt. Um nun auch noch über durchgeführte Sicherheitsupdates informiert zu werden, muss man noch eine Konfigurationsdatei von apt bearbeiten. Die entsprechende Konfigurationsdatei für automatische Updates ist /etc/apt/apt.conf.d/50unattended-upgrades. Um den Emailversand zu aktivieren, muss man die Zeile

//Unattended-Upgrade::Mail "root@localhost";

auskommentieren und die gewünschte Email-Adresse angeben:

Unattended-Upgrade::Mail "foo@bar.org";

Da der Unattended-Upgrade Dienst das Programm mail verwendet, welches zu Postfix gehört, sind keine weiteren Schritte nötig.